Samih Sawiris lässt die Baumaschinen auffahren, Andermatt wird zu Grossbaustelle: Nach vier Jahren Planung ist der Grundstein für die millionenschwere Ferienanlage gelegt worden. Die Erwartungen sind gross, kritische Töne sind nur wenige zu hören.
Insgesamt sind Investitionen von mehr als einer Milliarde Franken geplant. «New Andermatt» beinhaltet sechs Hotels mit total 844 Zimmern und Appartements, 42 Häuser mit 490 Wohnungen, für bis zu 30 Villen sowie für Freizeit- und Sportanlagen.

Golfen nach dem Kongress
Ebenfalls zu den ersten Schritten des Milliarden-Projekts gehört die Realisierung des 18-Loch-Golfplatzes. Er wird 1,3 Millionen Quadratmeter gross. Zum Resort gehören neben dem Golfplatz auch Kongress- und Konzerträumlichkeiten für 600 Personen sowie ein Sport- und Freizeitzentrum inklusive Hallenbad.
Auch der Bahnhof in Andermatt wird neu gestaltet. Das gesamte Resort soll autofrei werden. Deshalb werden unterirdisch rund 900 Parkplätze für die Ferienwohnungen gebaut.
Bau in Etappen
Sawiris will das Resort nicht auf einmal bauen. So erfolgt die Realisierung der einzelnen Elemente etappenweise je nach Marktnachfrage. Die Appartements etwa werden erst erstellt, wenn sie gekauft sind.
Die Kosten für das Resort von über einer Milliarde Franken werden nicht vollumfänglich von Sawiris, sondern auch von anderen Investoren getragen. Wie viel Sawiris für den Erwerb des gesamten Landes bezahlt hatte, wollte er nicht verraten. Er habe das Land auf jeden Fall «sehr günstig» erhalten, sagte er lediglich. Und lächelte zufrieden, wie gewohnt.
Wenig kritische Stimmen
In Andermatt freut sich der Grossteil der Bevölkerung darauf, dass es mit dem Bauen endlich los geht. Es sei eine gute Chance für Andermatt, der Bau gebe dem Tal einen guten Impuls.
Es gibt aber auch kritische Stimmen. Befürchtet wird, dass es für die Einheimischen teuer werde, Wohneigentum zu kaufen, dass die Mieten steigen werden. Doch die Zweifel werden nur leise geäussert. (acd, sda/ap)
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